Ohne Gemeinschaft geht es - nur schlechter!

 

Das Artgerecht-Projekt sagt, man brauche ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen. Dem stimme ich vollkommen zu, gehe aber noch einen Schritt weiter. Ich glaube, wir alle brauchen ein Dorf bzw. eine große Gemeinschaft, um zu überleben.

 

 

 

Früher war ganz selbstverständlich die Familie. Da war man automatisch füreinander verantwortlich. Auch innerhalb des Dorfs hat man sich gegenseitig unterstützt. Der eine hatte Kühe, der nächste Schweine und ein Dritter konnte Schuhe reparieren, während sich einer um die Bildung der Kinder gekümmert hat. Sich gegenseitig zu unterstützen war eine Selbstverständlichkeit, auch wenn der Überlebenskampf manchmal nicht ganz einfach war.

 

 

 

Dann wurde alles immer maschineller und automatischer. Man brauchte gar nicht mehr überall Menschen, die etwas können. Kaum etwas wird heutzutage noch vor Ort hergestellt. Unser Überleben in Deutschland ist heute einigermaßen sicher, wenn auch bestimmt nicht immer leicht. Aber füreinander da sein ist eine Seltenheit geworden. Dabei wäre das für uns und unsere Gesundheit ein riesiger Vorteil!

 

 

 

Mittlerweile gibt es Experten, die der Meinung sind, dass die Einsamkeit uns krank macht und bei uns eine der häufigsten Todesursachen ist. Aus meiner Sicht stresst dieser Kampf, alles selbst und perfekt zu machen ungemein und es gibt so viele Möglichkeiten, sich gegenseitig zu entlasten und Einsamkeit zu mindern.

 

 

 

Es gibt haufenweise Ratgeber, wie man sich das Leben vereinfachen kann. Mit Checklisten, Ordnungssystemen, bestimmten lebensrettenden Produkten, einer anderen Lebenseinstellung und dem Abschied vom Perfektionismus. Das alles dient nur dazu, irgendwie dieses heute so moderne Hamsterrad zu überleben. Aber dass an unserer Lebenseinstellung allgemein einfach ein Haken ist, der uns nicht vom Stress und unserem Teufelskreis wegkommen lässt, das vergessen die meisten.

 

 

 

Miteinander ist verpönt bei uns. Einfach sein eigenes Ding machen zu können ist für viele erste Priorität. Es ist vermeintlich einfacher, sich nicht mit anderen auseinanderzusetzen. Dabei übersehen sie, dass sie sich langfristig das Leben damit viel schwerer machen.

 

 

 

Stellt euch eine Welt vor, in der man jederzeit einen Baby-Sitter greifbar hat. In der man jemanden mal schnell um handwerkliche Hilfe bitten kann. In der man sich nicht fragen muss, wie man Anschluss finden und dem Alleinsein entfliehen kann. In der man nicht unbedingt ein eigenes Auto braucht. In der man beruhigt krank sein kann und automatisch versorgt wird und Hilfe bekommt. In der man alt werden kann, ohne sich um einen Heimplatz zu kümmern. In der man Kinder bekommen kann, ohne schon beim positiven Schwangerschaftstest die KiTa-Anmeldung auszufüllen. In der man einfach mal abends weggehen kann, obwohl man zwei kleine Kinder hat. In der man in den Urlaub fahren kann und der Hund in der gewohnten Umgebung perfekt versorgt wird. In der man weiß, dass man selbst einen wertvollen Nutzen bringt. Eine Welt, in der man einfach keine Angst vor dem haben muss, was der nächste Tag bringt.

 

 

 

Eine funktionierende Gemeinschaft schenkt Flexibilität und Sicherheit!

 

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